Geschlechtskrankheiten – Krank durch Sex

Leider ist es möglich beim Sex Geschlechtskrankheiten zu übertragen. Nicht jede Geschlechtskrankheit wird beim Sex übertragen. Ärzte machen einen Unterschied zwischen den „sexuell übertragbaren Erkrankungen“ und Geschlechtskrankheiten.

Die STD werden beim Sex auf den Partner übertragen. Solche Krankheiten sind bsw. Trichomonadeninfektionen, Pilzinfektionen an den Genitalien, Herpes genitalis sowie Feigwarzen. Dieses Risiko kann per Safer Sex reduziert werden. Sehr sicher ist der Sex bei Verwendung von Kondomen. Werden Geschlechtskrankheiten recht früh erkannt und auch behandelt, sind Heilungschancen zumeist gut.

Geschlechtskrankheiten sind: Tripper oder Gonorrhoe, Syphilis, Weicher Schanker auch „Ulcus molle“ genannt und eine Form der Chlamydieninfektion medizinisch „Lymphogranuloma venereum“ genannt.

a.) Chlamydieninfektion

Chlamydieninfektionen sind die weltweit die häufigsten sexuell übertragbare Krankheiten und zwar sowohl bei Frauen ebenso wie bei Männern. Symptome der Chlamydieninfektion sind ein leichter, dünnflüssiger, gelblicher Ausfluss und gelegentliche Schmerzen beim Wasserlassen bei Frauen und Männern.

Dieser Erreger ruft bei der Frau eine Entzündung von der Gebärmutterschleimhaut und auch der Eileiter hervor. Diese Symptome treten eine bis zu 3 Wochen nach einer Infektion auf.

Weil die Symptome meist nur schwach auftreten, tritt eine Chlamydieninfektion bei der Frau und Jugendlichen anfangs beschwerdefrei auf, etliche Krankheitsfälle bleiben daher unentdeckt und können beim Mann zu Spätfolgen führen wie bleibende Verengung ihrer Harnröhre, bei der Frau zu Früh- oder Fehlgeburten und zu Eileiterschwangerschaften oder Unfruchftbarkeit. Die Behandlung der Chlamydieninfektion wird mit Antibiotika durchgeführt.

b.) Feigwarzen

Verursacher von Feigenwarzen sind die humanen Papillomaviren (HPV). Die Viren verursachen hellrosa bis hin zu grauen spitzen Hautwarzen im Genitalbereich der Frau und des Mannes. Diese Viren sind nicht in jedem Fall harmlos. 20 Prozent davon sind „High-risk“-Viren, welche Gebärmutterhalskrebs begünstigen sollen. Die Behandlung der Feigwarzen ist umso leichter, wenn die Warzen klein sind und umso früher der Betroffene mit einer Therapie beginnt.
Humanpapillomaviren bleiben im menschlichen Körper. Sie können wie Herpes nicht ganz vernichtet werden. Feigwarzen können sich erneut ausbilden.

c.) Pilzerkrankungen im Genitalbereich

Die häufigsten Pilzerkrankungen auf diesem Gebiet sind Hefepilze medizinisch „Candida albicans“ genannt. Sie sind in geringem Maß beim Menschen in der normalen Flora nachweisbar, führen nicht zu Krankheitssymptomen. So finden sich bei Frauen wenige Hefepilze in der Scheide. Säurebildende Bakterien in der normalen Scheidenflora verhindern in der Regel, dass sich Hefepilze übermäßig vermehren.

Die Ursachen einer Infektion sind vielfältig. Bei der Frau kann es übertriebene Hygiene sein, die das biologische Gleichgewicht der Scheidenflora stört.Doch die Pilze können nicht allein beim Sex übertragen werden, auch beim Schwimmbadbesuch kann man sich den Erreger bekommen.

Bei Frauen verursacht diese Infektion entzündlich, rötliche Schamlippen und auch der Scheide, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sowie bröckeligen weißlichen Ausfluss. Sehr quälend ist der auftretende Juckreiz. Beim Mann entzündet sich die Eichel und die Vorhaut („Balanitis“).

d.) Tripper (Gonorrhoe)

Die Geschlechtskrankheit Tripper wird von Bakterien verursacht. Sie ist besonders ansteckend. Sie wird zumeist über ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Diese Bakterien befallen nicht nur Geschlechtsorgane, sondern sie sind im Rachen und im Enddarm zu finden.

Da Tripper anfangs oft keine Symptome zeigt, kann die Krankheit zumeist bei Frauen einen chronischen Verlauf nehmen und zur Unfruchtbarkeit führen. Beim Mann führt die unbehandelte Gonorrhoe zur Infektion seiner Prostata, Nebenhoden und auch Samenbläschen. Es kann beim Mann ebenfalls zur Unfruchtbarkeit kommen.
Wenn sich Symptome zeigen, so sind es bei der Frau und beim Mann brennende Schmerzen während des Wasserlassens und ein eitriger-milchiger Ausfluss. Gonorrhoe ist mit Antibiotika gut zu behandeln.

e.) Syphilis

Syphilis zeigt sich nicht allein an Geschlechtsorganen, sondern kann beinahe den gesamten Körper erfassen. Auslöser von Syphilis sind Bakterien des Typs „Treponema pallidum“. Erste Anzeichen dieser Geschlechtskrankheit sind Geschwüre der Schleimhäute. Die Syphilis zeigt sich in verschiedenen Stadien. Ihre Symptome erscheinen im Wechsel mit beschwerdefreien Zeiten sogenannten „Latenzphasen“.

Etwa 3 Wochen nach einer Infektion erscheinen schmerzlose, braunrote, kleine Geschwülste im Geschlechtsbereich oder im Mund, die hoch infektiös sind. Unbehandelt heilt ein Geschwür nach etwa fünf Wochen allein ab, hinterlässt jedoch zumeist eine Narbe.
Nach 7 bis 10 Wochen kommt es zu grippeähnlichen Symptomen, alle Lymphknoten können anschwellen, auf der Haut erscheinen braun-rote Fleckend mit hoher Infektionsgefahr für andere. Es folgt wieder eine Phase der Latenz von bis zu einem Jahr. Bei der Spätsyphilis nach etwa fünf Jahre ab der Ansteckung sieht man gravierende Hautschäden, Muskel- und Gefäßschäden. Zuletzt greift sie das Nervensystem an und endet ohne Behandlung in 10 % aller Fälle tödlich.
Syphlilis kann gut mit Antibiotika behandelt werden.

HIV-Infektion oder AIDS

Diese Immunschwächekrankheit ist auch heute eine gefährliche durch Sex übertragbare Krankheit. Sie gilt immer noch als unheilbar. Ausgelöst wird Aids vom HI-Virus, das sich in Körperflüssigkeiten befindet und hier hoch konzentriert ist. Aids wird hauptsächlich über ungeschützten Geschlechtsverkehr auf den Partner übertragen. Auch Aids kann mit Kondomen vermieden werden.

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