Kräuterstempelmassage

KBei einer Kräuterstempelmassage handelt es sich um eine Behandlung, welche mithilfe von Kräuterstempeln vorgenommen wird. Für diese Massage werden Stoffbeutel mit pflanzlichen Extrakten, Gewürzen oder ebenso Früchten befüllt. Diese Massagetechnik, welche vermutlich aus Indien stammt, beruht auf alte Traditionen der asiatischen Massagekunst. Vor mindestens 2.000 Jahren wurden die ersten Formen der Kräuterstempelmassage entwickelt. Obwohl die Massagetechniken aus Thailand, Indonesien und Indien stammen, haben sie sich den Traditionen in Europa angepasst. Die Kräuterstempelmassage wird in diesen Ländern keineswegs als Massage, sondern als spezielle Heilmethode betrachtet.

Definition der Kräuterstempelmassage

Bei der Kräuterstempelmassage handelt es sich um Stoffbeutel, die mit besonderen Aromen gefüllt sind. Sie sind so groß wie eine Faust. Wegen der entsprechenden Konturen setzt man für das Massieren des Gesichts und des restlichen Körpers unterschiedlich große Kräuterstempel ein. Diese Stempel, die man am Körper anwendet, haben einen Durchmesser von etwa neun Zentimetern. Bei den Gesichtsstempeln sind es lediglich 7,5 Zentimeter.

Anwendungsgebiete

Durch die Kräuterstempelmassage werden Stresssymptome gemildert, Muskelverspannungen gelöst, Ischias-, Nacken- und Rückenschmerzen gelindert. Auch trägt sie zur Verbesserung von Gelenkproblemen und rheumatischen Beschwerden bei. Außerdem werden der Gewebestoffwechsel, die Hautzellenneubildung und die Durchblutung angeregt. Die Luftwege kann man durch das Inhalieren der Luftwege befreien. In Asien wird die Kräuterstempelmassage ebenso häufig bei Fieber, Erkältung und Grippe mit Erfolg angewendet.

Massageablauf

Wichtig ist, dass man sich für diese Massage besonders viel Zeit nimmt, weil die Kräuterstempel erst einmal zu erhitzen sind und die entspannenden Effekte lediglich aufgrund einer längeren Behandlung spürbar sind. Ehe die Massage beginnt, reibt der Masseur den zu behandelnden Körper mit Massageöl ein. Man kann sich einen Duft wünschen. Dieser wird in die Stempel gefüllt. Ein frischer Duft ist zum Beispiel Zitronenschale oder -gras. Wer sich etwas Besonderes gönnen will, dem wird zu Rosen geraten. Die Stempel werden dann mit zehn unterschiedlichen Inhaltsstoffen gefüllt. Nach diesem Vorgang erhitzt man sie in Wasserdampf oder heißem Kräuteröl. Hier können die Temperaturen bis maximal 100 Grad Celsius ansteigen. Vor dem Hautkontakt wird die Temperatur vorsichtig per Hand kontrolliert. Zum Erwärmen der Kräuterstempel werden einige Wärmegeräte eingesetzt. Mit schnellen Bewegungen werden die Stempel zunächst schwebend und danach tupfend angewendet. Häufig kommt das Gefühl auf, als würde das Tupfen die betreffende Haut verbrennen, was allerdings lediglich so scheint. Sind die Kräuterstempel ein bisschen abgekühlt, kann das Massieren erst richtig losgehen. Zunächst wird mit einer Rückenmassage begonnen. Daraufhin folgt eine Nackenmassage. Im Anschluss wird eine Arm- und Beinmassage in Rücken- und Bauchlage vorgenommen und dann eine Bauchmassage, wenn es gewünscht wird. Abgeschlossen wird die Kräuterstempelmassage mit einer Gesichtsmassage. Der Kunde wird dann mit einer Decke zwischen zehn und 15 Minuten zugedeckt. Das Ziel bei dieser Nachruhephase ist, dass nach dieser anstrengenden Massage der Körper erneut zur Ruhe kommt.

Vorteile

Aufgrund des heißen Wasserdampfs oder Öls dringen die Inhaltsstoffe von den Stoffbeuteln bis zu der Haut durch, wo diese dann unmittelbar aufgenommen werden können. Das Endergebnis ist, dass eine Heilung von Beschwerden erfolgt.

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