Wenn Medikamente gegen erektile Dysfunktion nicht die gewünschte Wirkung zeigen?

Wenn Ihre Medikamente gegen erektile Dysfunktion (ED) nicht die gewünschte Wirkung zeitigen, muss dies keinesfalls bedeuten, dass Sie nicht zu den Auserkorenen zählen, die Impotenz durch Medikation begegnen können. Viele Männer, die nicht auf ED-Medikamente reagieren, nehmen sie ganz einfach falsch ein, dies hat eine neue Forschung aus Spanien ergeben.

Zu wenig Information über die richtige Anwendung

In der Studie haben 69 Prozent der Männer berichtet dass ihre Penisprobleme trotz hochwirksamer Produkte wie Sildenafil auch nach dessen Einnahme weiterhin bestanden. Dabei kristallisierte sich allerdings heraus, dass etliche Fehler bei der Anwendung der Medikamente gemacht wurden. Die Forscher boten Patienten daher ein „Umerziehungsprogramm“ an, um besser zu verstehen, wie sie die Medikamente verwenden sollten. Von den Leuten die dies akzeptierten reagierten 77 Prozent positiv auf die ED-Medikamente. Das Problem: Viele Männer erhalten leider nicht immer genügend Informationen über die Verwendung des Medikaments nachdem sie es verschrieben bekommen haben, berichtet Jacob Rajfer, M. D., Professor für Urologie an der David Geffen School of Medicine.

Die häufigsten Fehler bei der Anwendung von Impotenz Medikamenten

Als aller erste Maxime sollen Sie, bei der Einnahmen von potenzsteigernden Medikamenten wie Sildenafil und anderen hochwertigen Produkten aus diesem Bereich, keine Wunder erwarten. Selbstverständlich wissen dies die meisten Leute – dennoch gaben 3 Prozent der Studienteilnehmer an, dass sie beim Ausprobieren keine ausreichende sexuelle Stimulation erhielten. Ohne die nötige Stimulation hätten Sie also genauso gut ein Placebo bekommen haben. Das liegt allerdings an der Wirkweise dieser Medikamente im Organismus. Wenn Sie sexuell erregt sind, sendet Ihr Gehirn ein Signal über die Nerven zu Ihrem Penis. Dies setzt eine Chemikalie in den Muskel des Penis frei, die dann die Produktion einer anderen Chemikalie auslöst – diejenige, mit der Ihre ED-Medikamente arbeiten, Ihnen zur nötigen Erektion verhelfen. Sind Sie allerdings nicht erregt, würde sich diese zweite Chemikalie nicht bilden. Den Probanden wird dabei auch immer wieder nahegelegt, dass sie das Medikament nicht in der Erwartung einnehmen dürfen, das Wunder ganz von alleine geschehen würden – das Vorspiel und ähnliche stimulierenden Aktionen sind ganz einfach notwendig, um der sexuellen Stimulation durch berühren, schmecken, riechen usw. Auftrieb zu verleihen.

Höchstdosis nicht gleich optimale Wirkung

Haben Sie die maximale Dosis bei der Einnahme von potenzfördernden Medikamenten erreicht und die gewünschte Wirkung tritt dennoch nicht gleich ein, sollten Sie keinesfalls den Fehler begehen mit Ihren Bemühungen aufzuhören. Es mag vielleicht verlockend sein, mit der niedrigsten Dosis zu beginnen – wer möchte mehr Medikamente nehmen als man braucht? Die Realität ist allerdings, dass es nicht ausreicht, das Symptom zu behandeln. Und das kann Leute frustriert zurücklassen. Ausnahme: Wenn Sie andere gesundheitliche Probleme haben, wie Bluthochdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte, wird Ihr Arzt wahrscheinlich mit einer niedrigeren Dosis beginnen, um sicherzustellen, dass Sie die Medikamente vertragen.

Nicht unmittelbar nach dem Essen Potenzmittel einnehmen

Wenn Sie gerade ein großes Abendessen genossen haben, ist das Vergnügen im Schlafzimmer gleich danach vielleicht nicht die beste Empfehlung. Über 20 Prozent der Männer in der Studie machten den Fehler dass sie ihre Potenzpräparate zu früh nach dem Essen einnehmen. Das ist ein großes Problem, denn die Medikamente wirken am besten auf nüchternen Magen, so dass man nach einer vollständigen Mahlzeit mindestens zwei bis drei Stunden warten muss, um sie einzunehmen, sagt Dr. Rajfer. Bei Impotenzproblemen kann auch das Trinken von kleinen Mengen Alkohol – was einem Glas Wein entspricht – die Wahrscheinlichkeit einer Erektion vor dem Geschlechtsverkehr erhöhen – allerdings nicht nach dem Motto mehr bringt mehr Effektivität – dieser Gedanke ist kontraproduktiv. Ebenso sollte der übermäßige Verzehr großer Mengen an Fett und Fleisch vermieden werden. Schließlich sollten Sie sich bewusst sein, dass jeder Zug an einer Zigarette Ihre Potenz verringert. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse bietet eine Versorgung mit Vitalstoffen, die nicht nur die Potenz verbessern, sondern auch allgemein die Gesundheit und das persönliche Wohlbefinden fördern.

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